sonstige Ahnenfragmente zum Familiennamen Janus


Windisch-Eschbach,Weiden etc. (Oberpfalz)

Aus: Pfälzische Heraldik, 1954, nach freundlicher Mitteilung von Rolf Heintz

1. Andreas Jan, läßt 1603 in Windisch-Eschbach einen Grabstein für seine verstorbenen Kinder setzen;
    darauf ein Gedenkvers und ein beidseitig bärtigen Janus-Kopf in einem von einem Kranz umgebenen
    Medallion. Andreas Jan ist Herrschaftsrichter; die Familie soll aus dem holländischen Adelsgeschlecht
    der Potzlarn stammen.
 


Inschrift:
"Herrn Potzlerischen Richterskind
Andrä Jans so verschieden sind:
Ist zum Gedechtnus dieser Stein
von beeden Eltern ...
Gott woll Ihnen ...
Geben di Ewig Seeligkeit Amen
Anno Christ. 1603

(Bild von Herrn Hermann Steger übermittelt; vielen Dank)

2. Adam Jan, Diakon zu Weiden,(Mitte des 16. Jahrhunderts), hat drei Söhne:
    2.1 Caspar Jan, Richter zu Floß
    2.2 Andreas Jan, Richter zu Windisch-Eschbach, gest. 1632, starb an Mißhandlungen der Soldaten des
          kaiserl. Feldmarschalls Graf Altringer.
    2.3 Adam Jan,  Kaplan zu Weiden
    Die drei Söhne erhielten am 4.Mai 1605 vom Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg einen Wappenbrief
    (Beschreibung siehe Hauptseite unter "Wappen")

    Lorenz Jan (Sohn von Andreas), Stadtrichter zu Weiden 1641-1650
    dessen Sohn

    Lorenz Jan, 1631-1704, Hofbäcker, Küchenmeister der Madame Degenfeld und Schloßverwalter
    der Grafen von Holnstein, oo Innocentia Rosina Burckhardt aus berühmter schwäbischer Familie
    dessen Sohn

    Johann Lorenz Jan, geb. 1688 Sulzbach /Oberpfalz, 1702 Stadtprediger in Sulzbach, wegen
    Rekatholisierung ab 1712 in Öhringen(Franken dort Stiftsprediger, gest. 1742; Epitaph mit Januskopf
    in der Stiftskirche vorhanden.
    1.oo Sara Elisabeth Steinmetz, Pfarrerstochter, 7 Kinder (Württemberger Linie)
    2.oo Rosina Barbara Kolb aus Sulzbach, fürstlich Pfälzische Hofratstochter, 8 Kinder (Bayrisch-Fränkische Linie)

    dessen Sohn aus zweiter Ehe
    Johann Christian Gottlieb von Jan, 1711-1786, Hof- und Regierungsrat in Nassau-Weilburg und Hessen-Darmstadt,
    Licentat der Rechte, Syndicus und Consulent der freien Reichsstädte Frankfurt am Main und Nürnberg sowie
    ihr außerordentlicher Gesandter und Kaiserlicher Rat in Wien; erhielt am 14.9.1779 den erblichen Reichsadelstand.
    Wappen siehe unter "Wappen".
    oo Eleonore Barbara Hennicke, Tochter der aus dem Nürnberger Patriziergeschlecht stammenden Helene
         Sybille von Woelcker
    dessen Sohn Ludwig Friedrich Ernst von Jan wurde 1800 in den Reichsfreiherrenstand erhoben, geb. 1747 in Ohrdruf
    in Thüringen (Wappen siehe "Wappen"); Hohen1ohe-Neuensteinischer Geh.Legationsrat, dann Konsulent der
    Reichsstadt Nürnberg in Wien, zugleich Hessen-Darmstädter Ministerresident in Wien, anschließend Geheimer Rat und
    Herzoglicher Kanzleidirektor in Württemberg, 18041806 Landvogt in Heilbronn; hatte 3 Söhne, sind anscheinend
    als württemberische Offiziere jung verstorben; zwei Töchter heirateten in die Adelsfamilien von Pfeil und von Killinger.

    Enkel aus der Württemberger Linie des Johann Lorenz Jan
    Johann Gottlieb von Jan, (Sohn des Neuensteiner Superintendenten Justus Joachim Jan),1786 in den Adelsstand
    erhoben, fürstl. Hohenlohe-Neuenstein-Ingelfingischer Geheimrat und Justizamtmann;
    Johann Gottlieb von Jan behauptete fälschlicherweise, er stamme aus dem Geschlecht der Jahnus von Eberstädt
    (1772 war der kaiserliche Feldmarschalleutnant von Jahnus verstorben); weiterhin behauptete er, dass die Familie
    des Generals "immer einerlei Schild und Wappen mit der Ober-Pfälzer, nun aber Fränkischen Branche geführet" und
    die Familie sei zum Ende des 15. Jahrhunderts aus Ungarn zugewandert und habe sich in der oberen Pfalz und in
    der thüringischen Herrschaft Tonna niedergelassen.

    Ohne genaue Nennung zur verwandtschaftlichen Beziehung zur o.g. Familie:
    Christian von Jan, Baukondukteur in Kaiserslautern und Zweibrücken, 1818-1827 genannt. Seine Tochter Anna von Jan
    heiratete den in Landau stationierten, bayerischen Oberstleutnant Eduard von Moor
    Friedrich von Jan, Sohn des Gymnasialdirektors in Erlangen, Prof. Dr. Ludwig von Jan, 1839 in Schweinfurt geboren,
    zuletzt 1899 Prasident des Landgerichts in Zweibrücken; gestorben 1903 in Zweibrücken. Die zwei Söhne von
    Friedrich, Heinrich und Siegfried, waren Staatsrat und Ministerialrat in Bayern.
 

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