Wappen
 

Allgemeines

Familienwappen sind ursprünglich auf Grund eigenen Rechts angenommen, erst
später vom Kaiser und den Hofpfalzgrafen, seit 1806 auch von den Landesfürsten
verliehen worden. Neben der Verleihung ist aber die Selbstannahme eines Wappens
bis auf die neueste Zeit beibehalten worden.
Das Recht zur Führung eines Wappens ist seit dem 13. Jahrhundert nicht mehr auf
den Adel beschränkt. Geistliche, Bürger, Handwerker und Bauern haben seit dieser
Zeit ebenfalls Wappen geführt und im ausgehenden Mittelalter von dem Recht zur
Wappenannahme und Wappenführung in oft großem Umfange Gebrauch gemacht.
(Rolf Heintz)
 

Jan (Zweibrücken)

Quelle: Rolf Heintz, Wappen und Siegel im Saarland ansässiger Familien, Band 6


Bild aus: Pfälzische Heraldik, 1954, nach freundlicher Zusendung von Rolf Heintz
 

Wappen von Johann Christian Gottlieb Jan von 1779. Er war Hof- und Regierungsrat
in Nassau- Weilburg und Hessen-Darmstadt.
Beschreibung: In Schwarz ein goldener Janus-Kopf. Auf dem Helm mit schwarz-
goldenen Decken zwei wechselnde schwarz-goldene Hörner, dazwischen das
Wappenbild
 

Wappen von Ludwig Friedrich Ernst von Jan, am 18.11.1800 in den
Reichsfreiherrenstand erhoben
Wappenbeschreibung:
"Einen gevierten Schild, mit einem schwarzen Mittelschilde, worin ein goldener
Januskopf erscheint. In des Hauptschildes erstem und letzten silbernen Quartiere
befindet sich eine blaue Lilie; die beiden mittleren aber sind vermittels einer
goldenen linksschräg aufsteigenden eingebogenen Spitze von Blau und Rot geteilt.
Diesen Schild bedeckt eine freyherrliche Perlenkrone. Auf dieser ruht ein gold-gekrönter,
frey adeliger, offener, blau angeloffen und rothgefütterter, mit goldenem Halsschmucke
und einer zur Rechten blau und silbernen, zur Linken aber roth und goldenen Decke
behängter Turnierhelm, auf dessen Krone der im Mlttelschilde genannte goldene
Januskopf zwischen zween ausgebreiteten schwarzen Adlersflügeln erscheint.
Schildhalter endlich sind auf jeder Seite ein natürlich weißer Schwan mit aufgehobenen
Flügeln: Wie solch freyherrlichen Wappen in Mitte dieses Unseres kaiserlichen
Gnadenbriefs mit Farben eigentlicher entworfen und gemahlet Ist."

Weiteres zur Familie siehe Fragmente Rheinland-Pfalz/Saarland
 
 

Jan (Weiden, Floß, Windisch-Eschenbach, Oberpfalz)

Wappenbeschreibung des Wappens von 1605:
"Goldgelbes Schild, in welchem ein Mannskopf mit zwaien Angesichten, gelblichtem
gekraustem Haupthaar und zugespitzten Barts entblöst bis uff die Achsel herab
erscheint, so der Janus oder Januarius genennt würdt, welches Haupt mit einem
grienen Lorbeerkrantz und underhalb des Hals zue End der Achsel mit einer rosin oder
leibfarben Binden geziert und umbunden ist, ob welchem Schild ein eisenfarber
zugethaner Stechhelm mit einer zuruck ausgeworfener schwartz und gelber Helmdecken,
daraus zwei Püffelshörner gegeneinander über sich aus entspringen, dern das zur
rechten und von unden auf bis zum Thail gelb, und oben schwartz, das linke aber von
oben aus gelber und unden schwartzer Farben ist, zwischen welchen abermals ein
Mannskopf mit zwaien Angesichten, allermaßen und gestalt wie unten im Schild zu
sehen erscheinen thuet, und dann solch Wappen und Clainod in Mite diß Briefs
aigentlicher mit seinen Farben ausgestrichen und gemahlt zue befinden ist"

Quelle: Pfälzische Heraldik, 1954, nach freundlicher Zusendung von Rolf Heintz
 

Janus d 'Eberstädt, Saxe (Sachsen)

Aus: Armorial Général Riestap, Tome 1, 1884, London

Beschreibung: De gueules à trois socs de charrue d'argent, poses en fasces,
l'un sur l'autre. Cimier: deux socs de charrue adossès d'argent, les pointes
en haut. - Ou: D'or a trois coutelas au naturel, posés en fasces, l'un sur l'autre.
Casque couronné. Cimier: un lis d'or, tigé et feuillé du même, entre deux coutelas
adossés au naturel; les tout accosté de deux plumes d'autruche d'or.
Lambrequins: d'or et de sable.

aus Pfälzische Heraldik, 1954: drei Hartschiermesser im goldenen Schild und
in der Helmzier eine goldene Lilie, schwarz-goldene Helmdecke; 1772 verstarb
der kaiserliche Feldmarschalleutnant von Jahnus

Leider kein Bild vom Original vorhanden.


 

zur Familie siehe: Fragmente Sachsen
 

Stadtwappen Lyck (Ostpreußen)

Im Jahre 1669, zehn Jahre nach dem in seinen Folgen tragischen Tatarenüberfall
verlieh der Fürst Friedrich Wilhelm dem Ort Lyck (heute Elk) erneut die Stadtrechte,
wobei er gleichzeitig die Pflicht einführte, ein Siegel mit dem Bildnis von Janus, dem
römischen Gott mit zwei Gesichtern, zu benutzen. Die Gründe der Einführung des
neuen Zeichens sind unbekannt. Vielleicht ist diese Symbolik auf den Namen des
damaligen Bürgermeisters zurückzuführen, oder auf den Versuch, sich in die
Gunst des Gottes einzuschleichen, der laut heidnischen Glaubens die Türe und
Tore hütete. Der Januskopf bildete über drei Jahrhunderte das Wappen der Stadt.

http://www.elk.pl/de/miasto/herb.html
 

Kopfnadel mit Januskopf

Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges soll es eine Kopfnadel mit Januskopf gegeben
haben. Die Kopfnadel ist in den Wirren zu Ende des zweiten Weltkrieges in Stolberg
verloren gegangen. Ein Bild ist leider auch nicht vorhanden.
 

Mirken (Handelszeichen)

Bisher keines bekannt.
 
 
 

Hauptseite